Keine Bären im Bärental! (Wanderung nach Davos)

Bärenpark Arosa
Unsere Ziel – das Bärental

Der neue Bärenpark oder das Bärenland ist in Arosa wieder sehr aktuell und scheint entscheidende Schritte vorangekommen zu sein.

Aufgrund von Überlieferungen haben wohl hier in Arosa bereits einmal Bären gelebt. Es gibt Flurnamen die darauf hindeuten, wie zum Beispiel das Bärenbad oder das Bärental.

Anfänglich sollte im Gebiet Bärenbad – Lärchboden (ehemalige Sprung-Schanzenanlage) ein rund 5 ha grossen Bären- und Naturerlebnisparks eingerichtet werden. Also an einem Ort, wo wohl schon einmal Bären gelebt haben. Davon ist man jetzt abgerückt und plant zusammen mit Tierschutzorganisation „Vier Pfoten“ in der Nähe der Mittelstation der Weisshornbahnen das „Aroser Bärenland“.

Ein weiteres Indiz, dass hier einmal Bären gelebt haben ist vielleicht das Bärental – der heutige Wandertipp. (Gehzeit: ca. 5 – 6 Stunden)

Spezial Tipps für Fotowanderer: schöne Landschaften, Alteiner Wasserfälle, Alteiner See, Panorama auf die Bergwelt von Davos, Murmeltiere, Bärentaler Alp
Ausgangspunkt: Untersee
Höhenunterschied: höchster Punkt ca. 2‘250 müM, tiefster Punkt 1‘700 müM
Anforderungen: gute Kondition, gute Bergschuhe, Weg sehr gut ausgeschildert
Kinder: etwas für geübte „Wander-Familien“, in der Alteiner Alp gemeinsam frischen Joghurt probieren
Wegverlauf: Untersee – Isla – Alteinsee – Alteiner Fürggli – „ufem Tritt“ – Bärental – Bärenalp – Glaris – Davos (mit dem Zug über Filisur wieder zurück nach Arosa)
Distanz: k.A.
Einkehr: unterwegs keine Möglichkeit, allenfalls auf der Bärentaler Alp. Möglichkeiten am Schluss in Glaris und Davos.

Wegweiser Bärental

Das Bärental ist von Arosa aus über das Alteiner Fürggli zu erreichen. Ein wunderschönes Tal, dass von Arosa aus kaum von Wanderer begangen wird.  Aber geade eines vorab: wir haben dort keine Bären gefunden!

Obwohl am Samstag ein Hitzetag angesagt war, entschieden wir uns für diese Tour. Ziel war das Bärental auf der Davoser Seite. Wegen der Hitze hiess es natürlich sehr früh aus den Federn und dies brauchte doch etwas Überwindung. Belohnt wurden wir dann mit einer kühlen Morgen-Luft und den Aufstieg zum Alteinsee konnten wir grösstenteils im Schatten bewältigen.

Der eigentliche Start dieser Wanderung ist der Untersee. Von hier ist alles gut beschildert. Zuerst verläuft der Weg angenehm durch die Isla, bald wird es dann sehr steil. Ein erster kurzer Stopp gibt es beim Alteiner Wasserfall, der im Moment noch viel Wasser führt. Weiter geht es steil bergauf auf das Hochplateau «Uf Altein», hier erreichen wir die 2000m. Bald ist auch der Alteinsee erreicht. Der Hirt verkauft hier oben Selbstgemachtes und Getränke, auch die Feldflasche kann man hier am Brunnen mit Wasser nachfüllen. Mit etwas Glück kann man frischen Joghurt probieren.

alteinsee
Alteinsee

Weiter folgen wir dem schmalen Weg, der nun relativ flach verläuft, laufen über wunderbare Alpweiden und steigen schlussendlich nochmals 250 Höhenmeter bis zum Alteiner Fürggli, dem höchsten Punkt der Wanderung. Rund um uns sind die Berge Altein, Amselflue und Valbellahorn.

Von hier oben sehen wir direkt auf das Rinerhorn, kaum höher als wir uns befinden. Es ist leider nicht ganz so klar, trotzdem erscheint weiter rechts der Hochducan mit dem weissen Gletscher Ducan davor.

Vor uns ist nun das Bärental. Von hier aus gesehen wölbt es sich sanft talab, sich immer mehr begrünend und in seinem unteren Teil bedeckt von Wald. Wir ahnen aber, dass wir irgendwie die 1100 Höhenmeter runter nach Glaris machen müssen. Hier oben ist die Temperatur noch angenehm, aber wir spüren die Hitze die noch auf uns zukommt.

Am Anfang wandern wir über das Gelände, hier ist der Weg schlecht markiert, die Orientierung nicht ganz einfach. Hier merkt man, dass das Bärental nicht unbedingt Ziel vieler Wanderer ist. Irgendwie finden wir dann den Einstieg und „ufem Tritt“ geht es steil bergab auf rutschigem Pfad. Irgendwann sind wir unten und der Weg wird einfacher. Ab hier ist das Bärental wunderschön: Alpwiesen, Wälder und der erfrischend sprudelnde Bach.

In der Mitte auf ca. 1900 müM erreichen wir die Bärentaler Alp, einige Häuser und das Bärenbeizli. Und noch immer liegt der Abstieg mit 500 Höhenmetern vor uns – und langsam wird es doch sehr heiss.

Bärenalp

Beim Abstieg fragen wir uns natürlich warum dieses Tal Bärental heisst? Bären haben wir nämlich keine gesehen. Zudem sind Bären ja auch Wanderer und daher selten nur in einem Tal zu finden. Ob wohl irgendeine Sage zum Namen geführt hat?

In Glaris geht eine wunderschöne und sehr abwechslungsreiche Wanderung zu Ende. Mit dem Zug geht es dann über Filisur und Chur (33 Grad) zurück nach Arosa.

Glaris Davos
Die kleine Bergkirche von Glaris – unser Endpunkt der Wanderung.

 

11.7.2012 (reloaded/aktualisiert 30.7.2015)