Das Dorf Gjögv auf der Insel Eysturoy

Es ist einer der isoliertesten Flecken Europas – das Dorf Gjögv auf der Insel Eysturoy. Dieses Dorf ist über eine schmale Bergstrasse zu erreichen und man kommt in ein unglaubliches Naturparadies.

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Steil und schroff werfen sich die Klippen zum Meer hinunter. Der Wind setzt immer wieder zu einem Pfeifkonzert an und rüttelt unbarmherzig an der Kleidung. Die Nordküste der Insel Eysturoy ist so zerfurcht wie das wettergegerbte Gesicht alter Menschen. Oberhalb vom Dorf, am Rand der Klippe entdecken wir eine kleine, verwitterte Holzbank: Auf ihr prangt in silbernem Messing eine Krone mit der Inschrift »Mary’s Bank 2005«.

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Kronprinzessin Mary von Dänemark hat dem kleinen Dorf Gjógv auf der zweitgrößten Insel der Färöer 2005 einen Besuch abgestattet. Und von der „Mary’s Bank“ hat man eine Aussicht die sich ins Gedächtnis einbrennt. Wenn ich heute an die Färöer denke, dann habe ich auch dieses Bild im Kopf.

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Die rund 50 bunten Häuser des Örtchens Gjógv schmiegen sich ins Tal. Flankiert wird es  von einer tief eingeschnitten Schlucht, welcher einer der schönsten Naturhäfen des Inselreichs bildet.  Die Sonne, die ab und an zwischen den schnell vorbeiziehenden Wolken aufblitzt, erleuchtet die Dächer wie einen Spot.

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Hält der Wind kurz den Atem an, hört man leise den Bach plätschern, der das Dorf in zwei Teile spaltet. Das Dorf wirkt leer, aber nicht unbewohnt. Eine Katze beobachtet uns, interessiert sich aber dann doch mehr um die Fische, die völlig ausgedörrt am Haken vor einem schwarzen Holz-Haus im Wind ausgesetzt sind.

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Der Name des Dorfes leitet sich vom alten Naturhafen ab, Gjógv = Schlucht. Gjógv ist die nördlichste Siedlung auf der Insel Eysturoy und liegt rund 67 Km von Tórshavn entfernt.

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Es ist nicht allzu weit von Tórshavn nach Gjógv. Aber ein Aufenthalt im Gasthaus Gjáargarður ist empfehlenswert – eine Unterkunft weit weg vom Alltagsgeschehen. Das charmante Gästehaus liegt am Rande des Dorfes, sehr gemütlich und friedlich in wunderschöne Natur.

(P.S. Über das Gasthaus Gjáargarður erscheint am 25.7.2016 ein Post hier auf dem Blog)

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Von hier aus haben wir Wanderungen unternommen, die wirklich empfehlenswert sind.

  • Es gibt so ein Art Cliff Path, den kann man gut folgen (ca. 3 – 4 km)
  • eine Wanderung durch das Ambadalur Valley
  • Aufstieg auf Slaetindur – dem höchsten Berg auf der ganzen Inselgruppe (Diesen habe ich noch auf dem Programm, wir konnten diese Tour wegen des starken Nebels nicht machen)

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An windgeschützten Stellen blüht es sofort …
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Mary’s Baenk – diese einfache Bank erinnert an den Besuch von Kronprinzessin Mary von Dänemark im Jahr 2005 – ein wunderschöner Aussichtspunkt!
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Wanderung auf dem „Cliff Path“
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Eissturm-Vogel
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Der Naturhafen
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Unten am Hafen …
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Typische Häuser im Dorf
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eine „färöische“ Familie
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Stockfisch im Wind

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