Polarlicht – warum dieser Mythos?

Iceland15 (1 von 1)-17 ISO250Warum dieser Mythos? 

Wohl kaum eine Himmelserscheinung hat eine so unglaubliche Faszination auf die Menschen ausgeübt wie die Polarlichter. Früher glaubte man, dass in diesem Licht die Seelen der Verstorbenen wieder sichtbar würden.  

Selbst der Polarforscher Robert Scott konnte sich dieses Phänomen noch nicht erklären und vermutete „eine spirituelle Quelle“. So ging es ihm wie den Bewohnern der nordischen Länder, bei denen diese Lichterscheinungen die unterschiedlichsten Gefühle auslösten, da es keine natürliche Erklärung für ihr Erscheinen gab.

Besonders faszinierend werden die Nordlichter in Sagen und Legenden aus Lappland dargestellt. Aus diesen Sagen und Legenden wird eindrücklich sichtbar, wie die Menschen der hohen Breiten dem Zyklus der Natur unterworfen sind. Licht und Dunkelheit sind dort viel extremer ausgeprägt als bei uns und die Natur folgt nicht in erster Linie dem Zyklus von Tag und Nacht, sondern einem jahreszeitlichen Rhythmus von der Zeit der Mitternachtssonne bis zur Polarnacht.

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Die Eskimos glaubten, das Nordlicht habe den Ursprung im Spiel der ungeborenen Kinder oder es komme von den Fackeln der Toten, die den Lebenden bei der winterlichen Jagd helfen wollten.

In den  nordische Mythologien der vorchristlichen Zeit Skandinaviens findet man kaum etwas über Nordlichter. Wissenschaftler führen dies darauf zurück, dass die  magnetischen Pole der Erde gewandert sind und damit auch die Leuchterscheinungen. Die Magnetpole stimmten im Laufe der Erdgeschichte meist nicht mit den geografischen Polen überein. Auf der Nordhalbkugel liegen geografischer und magnetischer Pol derzeit rund 500 Kilometer auseinander, auf der Südhalbkugel beträgt die Entfernung sogar mehr als 2500 Kilometer.

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Im nächsten Post gibt es ein Versuch einer (wissenschaftlichen) Erklärung für das Polarlicht (Aurora borealis oder Nordlicht).