Clonmacnoise – Hochkreuze und Lebor na hUidre

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Eine der meistbesuchtesten Attraktionen in Irland ist die Klosterruine Clonmacnoise in der Nähe von Athlone. Die historische Klosteranlage liegt direkt am Shannon und geht auf den heiligen St. Ciaran zurück der dieses im Jahr 548 n. Chr. gegründet hat.

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St. Ciaran verstarb nur vier Jahre später und erlebte die Blütezeit des Klosters nicht mehr. In der Schreibstube des Klosters entstand im 1100 n. Chr. die heute noch älteste erhaltene Sammelhandschrift in altirischer Sprache, das Buch der dunkelfarbigen Kuh. Dieses ist ein Teil der Sage des Ulster-Zyklus, welcher Werke über die traditionellen und mythologischen Helden der irischen Provinz Ulster umfasst. Der Ulster-Zyklus stellt einen der vier grossen Zyklen der altirischen Mythologie dar.

Der Name Lebor na hUidre (das Buch der dunkelfarbigen Kuh) wurde dem Werk nach der Farbe und dem Material des Einbandes und der Textblätter gegeben. Folgende Legende gibt es dazu: Aus dem elterlichen Hof war dem heiligen Ciarán eine Kuh nachgelaufen, als er sich als Schüler zum heiligen Finnian von Clonard begab. Mit ihrer Milch ernährte sie ihn bis zu ihrem Tod. Als Ciarán dann Clonmacnoise gründete, wurde die dunkle Haut der Kuh wie eine Reliquie behandelt – wer auf ihr starb, kam sofort in den Himmel. Der mythische Ulster-Held Fergus mac Róich erschien eines Tages Ciarán, um ihm die Táin Bó Cuailnge („Der Rinderraub von Cooley“) zu erzählen und Ciarán schrieb dies auf der Kuhhaut nieder.

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1 Pound, Vorderseite und Rückseite mit Passagen aus dem Lebor na hUidre (Bild Moneypedia)

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Cromwell verwüstet Clonmacnoise

Das Gelände des Klosters ist sehr weitläufig und wurde über sechshundert Jahre immer wieder erweitert mit Kapellen und Kirchen. Die grösste Ausdehnung hatte die Anlage im 12. Jahrhundert.

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In der Nähe trohnt auf einem kleinen Hügel über dem Shannon die Überreste einer Normannenburg. Die Normannen plünderten und brandschatzten das Kloster mehrere Male. Im Jahre 1552 versuchten englische Truppen das Kloster einzunehmen. Die Bewohner von Athlone wussten sich aber über 100 Jahre dagegen zu wehren. Der brutale, verhasste und gefürchtete Cromwell war es schliesslich, welcher Clonmacnoise – wie hunderte andere Klöster in Irland auch – verwüstete und die Menschen dort regelrecht abschlachten liess.

Wertvolle Hochkreuze

Die auf Clonmacnoise befindlichen drei berühmten Hochkreuze wurden erst nach der ersten Jahrtausendwende errichtet. Die Hochkreuze waren ursprünglich bis zu vier Meter hoch und waren kunstvoll mit eingemeisselten biblischen Szenen versehen. Zudem weiss man heute, dass diese Hochkreuze früher bunt bemalt waren.

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Die Originale der Hochkreuze befinden sich heute im Museum des sehr informativen Besucherzentrums von Clonmacnoise.

Weitere Bilder (HDRI-Technik)

Alle hier gezeigten Bilder sind in HDRI-Technik entstanden, daher wirken diese vielleicht etwas unnatürlich. Bei meinem letzten Besuch in Clonmacnoise regnete es. Trotzdem wollte ich Bilder für diesen Post aufnehmen. Mit Hilfe von einem Stativ schoss ich mit der DSRL-Kamera eine Belichtungsreihe von 3 Fotos des gleichen Motivs mit unterschiedlicher Belichtungen. Diese 3 Fotos habe ich dann zu Hause mit einer Spezial-Software „zusammengesetzt“.

Das Resultat ist ein Foto mit höherem Kontrastumfang (High Dynamic Range), sprich mehr Details und Helligkeitsabstufungen in Schatten oder Lichter.

Bei diesen Bilder bin ich in der Bearbeitung bewusst etwas ins „künstlerische“ gegangen, mit dem Ziel die vom Regen ausgelöste, mystische Stimmung  über der Klosteranlage etwas verstärkt rüber zu bringen.
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2 Kommentare zu „Clonmacnoise – Hochkreuze und Lebor na hUidre

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