2. Advent – Thomas Mann, Winterlandschaften und Weihnachtszauber

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Grosse Schriftsteller wie Christian Morgenstern, Thomas Mann und Hermann Hesse verbrachten ihre Ferien oder ihre Kur-Aufenthalte in Arosa. Thomas Mann zum Beispiel war 1933 mit seiner Frau Katia im Winterurlaub hier. Ob Thomas Mann auf seinen langen Spaziergängen vom Waldhotel ins Maran auch weihnachtliche Gedanken hatte, ist natürlich nicht gefestigt. Wäre aber auch nicht von der Hand zu weisen, wenn er tief in Gedanken versunken auf seinen Spaziergängen durch den verschneiten Wald die eine oder andere Inspiration zu Weihnachten mitgenommen hätte.

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Thomas Mann hatte die Weihnachtszeit gerne – in seinen Büchern war er aber eher kritisch.

Schon vor über 100 Jahren beschrieb er in seinem Roman „Buddenbrooks“, wie die Lübecker Patrizierfamilie Weihnachten feiert. Er zeigte schon damals eine Weihnachtsfeier auf, die sich auf ein reines, oberflächliches Ritual beschränkt, den wahren Kern in den Hintergrund gerückt.

Thomas Mann schreibt:

„Denn es ist doch merkwürdig, welche Verklärung die Dinge durch das Weihnachtskerzenlicht erfahren, für Klein und Groß. So ein Spazierstock, eine Frühstückstasse, ein Taschenmesser, oder was es sei, hört auf, Ware zu sein und wird ›Gabe‹, etwas vom Himmel und von der Liebe Kommendes, das einem lieb bleibt durch die Art des Empfangs“ 

( aus  dem Roman „Buddenbrooks“)

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In dieser Serie Advent – Thomas Mann und der Weihnachtszauber möchte ich aufzeigen, dass es auch heute noch Platz gibt, sich dem romantischen Weihnachtszauber zu unterziehen – man muss das richtige für sich suchen und es einfach zulassen. Um hier etwas einzustimmen suche ich bei Thomas Mann etwas nach seinem Weihnachtszauber und „untermale“ diese mit Winterlandschaften aus Arosa.


nach dem grossen Schneefall Arosa-1100069

Alle vier Posts findest Du hier: „Thomas Mann, Winterlandschaften und Weihnachtszauber“