Von Wikingerschiffen und Langhäusern

Norwegen ist die Heimat der Wikinger. Für Wikinger-Fans verknüpfe ich in diesem Post gleich zwei ganz tolle Museum, die man unbedingt einmal besuchen sollte. Allerdings sind die beiden Museen rund 1’400 km von einander entfernt – dies zeigt wieder einmal die unglaublichen Distanzen in Norwegen. 

In der Hauptstadt Oslo findet man das berühmte Wikingerschiffmuseum (Vikingskipshuset). Das andere liegt bei Borg auf den Lofoten. In Borg liegt einer der bedeutendsten Ausgrabungsstätten aus der Wikingerzeit. Man hat aus den Ausgrabungen in Borg viele Erkenntnisse über das Leben der Wikinger gewonnen. Dies wird im Lofotr Vikingmuseum – ein Art Freilichtmuseum mit einer sehr schönen Rekonstruktion eines Langhauses – gezeigt. Beide Orte möchte ich Euch hier kurz vorstellen.

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In der Zeit der Wikinger beherrschten die mutigen, grösstenteils aus Norwegen stammenden Seefahrer und Krieger die Ost- und Nordsee. Die Wikinger waren aber auch Siedler und gründeten in vielen Ländern auch Städte. So geht auch die irische Stadt Dublin auf die Wikinger zurück.

Vikingskipshuset

In diesem einzigartigen Wikingerschiffmuseum können Besucher die weltweit am besten erhaltenen Wikingerschiffe bestaunen. Zu den berühmtesten Ausstellungsstücken im Wikingerschiffmuseum gehört das sogenannte Gokstad-Schiff. Hierbei handelt es sich um ein Wikingerschiff (ca. 800 n. Chr.) das als Seeschiff und später als Grab für einen einflussreichen Mann diente. Dieses Schiff wurde im Jahr 1879 gefunden und ausgegraben.

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Ein anderes sehr wichtiges Schiff ist das Tune. Dieses wurde um das Jahr 900n. Chr. erbaut. Man sagt, das es das schnellste Hochseeschiff gewesen sein muss. Das Segel hatte eine Fläche von über 100 qm. Am Ende wurde auch dieses Schiff als Begräbnisstätte für einen Mann von hohem Rang eingesetzt.

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Doch nicht nur imposante Wikingerschiffe werden im Wikingerschiffmuseum Oslo ausgestellt. Zu den kostbaren Ausstellungsstücken gehören auch weitere Grabbeilagen, wie zum Beispiel ein spektakulärer Wagen, Schlitten, Werkzeuge, Kleidungsstücke, Haushaltsgegenstände und sonstige Gerätschaften, die von Archäologen aus dem weltberühmten Oseberggrab ausgegraben wurden und bis heute noch sehr gut erhalten sind.

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Lofotr Vikingmuseum

Auf der Lofoten-Insel Vestvågøy befindet sich die Ausgrabungsstätte Borg. Hier wurde in den 1980er Jahren des vorigen Jahrhunderts eine Siedlung ausgegraben, deren Bestehen auf den Zeitraum 2. – 15. Jahrhundert datiert wurde. In der Wikingerzeit muss hier ein Hauptsitz gewesen sein. Es wird geschätzt, dass zu dieser Zeit mindestens 115 Höfe mit 1.800 Bewohnern in Borg zu finden waren. Spektakulär war der Fund der Überbleibsel eines 83 m langen Langhauses, das einem führenden Wikinger gehört haben muss. Dieses Langhaus wurde nachgebaut und fungiert jetzt als tolles Wikingermuseum.norway-1070065

Die Ausstellung im Langhaus vermittelt einen Einblick in den Alltag der Wikinger. Wohn- und Schlafplätze sind aufgebaut, eine Werkstatt kann besichtigt werden, und der Bankettsaal steht für Besucher offen. Schmuck und Gebrauchsgegenstände sind ausgestellt. In der Werkstatt finden Handwerksvorführungen statt. Im Bankettsaal brennt ein offenes Feuer.

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Im Filmsaal des Wikingermuseums wird alle 20 Minuten der Film Drømmen om Borg (Der Traum von Borg) gezeigt. Vom Langhaus führt ein Weg über die Ausgrabungstätte runter zu einem Hafen. Dort findet man eine Schmiede, Bootshäuser und natürlich gibt es diverse Wikingerboote zu sehen. In der Hauptsaison finden täglich mehrere Rundfahrten mit einem dieser Boote statt. Freiwillige dürfen dann sogar die Ruder schlagen.

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Verfasst von

Michael’s Beers & Beans – Stories and Photos posted by Michael Schneider – ideas brewed with water of the Rhine. (Blogging for Fun / Non-Commercial) Zurich & Lake Constance

8 Kommentare zu „Von Wikingerschiffen und Langhäusern

  1. danke für den informativen Beitrag ! Die Wikinger sind nicht unbedingt mein „Ding“ aber das ist auch völlig egal. Der hohe Norden war noch nie ein Ziel von mir und vielleicht habe ich wirklich was versäumt ! Ganz toll finde ich dass sich deine Fotos durch anklicken vergrößern lassen. Daduch erreichen zumindest die Naturfotos ganz andere Dimensionen ! Super gemacht ! Danke Manni

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    1. Hallo Manni, vielen Dank für den Hinweis – schön, dass jemand „grosse“ Fotos noch schätzt. Ich erwische mich nämlich inzwischen selbst, dass ich tolle Fotos nur noch in „Smartphone-Grösse“ betrachte. Wenn ich dann am Desktop PC oder am TV dann wieder einmal Fotos bearbeite, geniesse ich es dann dafür um so mehr. lg, Michael

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