Geysir oder Strokkur?

Natürlich wird man auf Island den berühmten Geysir sehen wollen. Dies gehört auf einer Island-Tour einfach dazu. Richtig wäre aber, dass man den kleinen Bruder des Geysir – den Strokkur – sehen will. Denn im Heisswassertal Haukadalur ist die grosse Attraktion der Strokkur. Seine Ausbrüche erfolgen regelmässig im Abstand von ca. 10 – 15 min und die Wassersäule erreicht eine beachtliche Höhe von bis zu 35 Meter.

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Strokkur – ein verlässlicher Geysir. Um gute Bilder zu bekommen sollte man sich Zeit zum Fotografieren nehmen und das „Leben“ des Strokkur kennen.

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Der grosse Geysir – also der Namensgeber für alle Springquellen – befindet sich in unmittelbarer Nähe des Strokkur. Dieser bricht eigentlich gar nicht mehr aus und lebt als ruhiger, klarer und heisser „Teich“ vor sich her. Noch in den 1970er Jahren wurde er als Touristenattraktion mit Hilfe von vielen Kilogramm Schmierseife zum Ausbrechen gebracht, was aber je nach Wetterlage über einen Tag dauern konnte. Auf Druck der Umweltschutzverbände wurde auch das Anfang der 1980er Jahre abgeschafft.

Geysir in den Abendstunden
In den Abendstunden ist es ruhiger am Geysir. Ein paar Touristen geniessen bis spät in die „Nacht“ hinein das „Naturwunder“.

Faszinierend ist der Geysir namens Strokkur – erst recht als Fotomotiv! So wird rund um den Strokkur geknipst, was das Zeug hält. Daher gilt auch hier früh morgens und abends ist die beste Zeit um sich mit dem Strokkur fotografisch zu beschäftigen. Ein Stativ ist von Vorteil. Wenn man den Geysir für sich haben möchte, sollte man so gegen 06.00 Uhr morgens raus – im Sommer ist dann das Licht schon sehr schön. Spät abends hat es meistens immer noch einige Leute, die es geniessen den Geysir in den Abendstunden zu beobachten. Es bleibt ja in diesen Breitengraden im Sommer sehr lange hell.

Strokkur - der kleine Geysir auf Island
In den frühen Morgenstunden ist man alleine mit dem Geysir – Zeit für Aufnahmen aus anderen Perspektiven.

Nachfolgend noch ein paar Aufnahmen vom Srokkur im Abendlicht. Diese Bilder habe ich bei einer Reise nach Island aufgenommen, die schon sehr lange zurück liegt. Die Aufnahmen sind mit einer Nikon D100 geschossen, also einer der ersten „zahlbaren“ Digitalkameras von Nikon. Die technischen Daten waren ebenfalls noch bescheiden: 6-Megapixel-Bildsensor im DX-Format. Für die Gegenlichtaufnahmen stand nur ein kurzes Zeitfenster zur Verfügung, zudem ist der Strokkur in solch einem Moment unberechenbar.

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