Thurgauer Bodenseeuferweg – Meerfeeling inklusive!

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Eine wunderschöne Wanderung führt am südlichen Bodenseeufer auf der Schweizer Seite entlang und lässt wahrhaftig Feriengefühle aufleben. Die Wanderung von Romanshorn nach Kreuzlingen bietet einen imposanten Ausblick auf den drittgrössten See in Mitteleuropa – ein pures Naturerlebnis! Da und dort kommt sogar etwas Meerstimmung auf!

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Hafen von Romanshorn

Wir starten diese Tour gerne von Romanshorn aus – gehen den Weg quasi „seeabwärts“ in Richtung Seerhein. Im Sommer empfehle ich unbedingt Badesachen mitzunehmen, denn verschiedene Plätze direkt am Wasser laden zum Verweilen und Baden ein. Untermalt von eindrücklichen Naturschauplätzen, Streuobstwiesen und atemberaubenden Ausblicken über den 4-Länder-See ist dieser Abschnitt des Bodenseeuferweg ein Erlebnis. Schön ist auch, dass man den Weg einfach so lange gehen kann, wie man mag. Denn in jedem Dorf hat die Regionalbahn Thurbo eine Haltestelle – hier kann man dann mit dem Zug zurück nach Romanshorn oder weiter nach Kreuzlingen mit dem Zug fahren.

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Der Thurbo bringt einem an den Startort zurück

Die Wanderung beginnt man am besten am Hafenquai beim Bahnhof Romanshorn. Vorbei an der Bodenseeflotte gelangt man zum prächtigen Seepark (Hydrel-Park) – ab jetzt kann man dem Wanderweg folgen. Der Wegverlauf bis Kreuzlingen ist sehr gut ausgeschildert und einfach zu finden. Während man in den Bergen die Biker stark fördert und auf die Wanderwerge bringt, hat man es hier geschafft, dass der Weg für Velos heute getrennt vom Wanderweg verläuft. Was für beide Gruppen ein tolle Sache ist.

In Romanshorn gibt es das Parkhotel Inseli – genau vis à vis liegt tatsächlich ein kleines Inseli. Ein kleines Bijou mit wunderschönem Blick auf den See.

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Inseli

Kurz vor Uttwil kommt man an einem öffentlichen Kräutergarten der Zeller Vitaplant vorbei. Zeller Wunderbalsam? Genau der wurde in einer Apotheke in Romanshorn nach traditioneller Klostermedizin zusammengebraut. Heute wird oberhalb dieses neuen Kräutergartens auf einem 60’000 m2 grosses Areal in Gewächshäusern Heilkräuter angebaut.

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Kräutergarten

Vorbei an verschiedenen Badeplätzen und am Sunnehüsli, einer charmanten „Besenbeiz“ mit Kinderspielplatz, gelangt man zum Hafen Güttingen. Badeplatz und Feuerstelle laden auch hier ein zu einem längeren Halt.

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Ein typischer Badeplatz

Ein weiterer Bade- und Campingplatz wartet in Altnau. In Altnau sollte man sich etwas Zeit nehmen und auf die „See-Landungsbrücke“ raus gehen. Diese geht weit in den See hinaus.

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Die „Landungsbrücke“ von Altnau

Anschliessend führt der Weg vom Hafen Altnau dem See entlang bis nach Münsterlingen. Wer gut zu Fuss ist, der sollte in Landschlacht einen Abstecher zur kleinen Kapelle St. Leonhard (11. Jahrhundert) unternehmen. Die Leonhardskapelle gilt als «Perle der Gotik im Bodenseeraum» und ist weltbekannt durch ihre Wandmalereien, die aus verschiedenen Epochen stammen.

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Kapelle St. Leonhard

Von Münsterlingen nach Kreuzlingen geht es dem Seeufer entlang und schliesslich durch den Kreuzlinger Seeburgpark. Die 2,5 km lange Seeuferanlage ist der grösste, öffentliche Erholungs- und Erlebnispark am Bodensee und beinhaltet lauschig ruhige Plätze, einen grossen Kinderspielplatz und einen Tierpark. (Tipp: Rauf auf den Aussichtsturm) Zudem laden der urbane Hafen, das Schloss Seeburg mit Restaurant oder das Seemuseum zu einem Besuch ein. Vom Seeburgpark gelangt man in wenigen Minuten zum Hafenbahnhof Kreuzlingen.

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Das Ziel ist erreicht – Blick von Kreuzlingen rüber ins „Einkaufsparadies“ Konstanz (mit Konzil und Konstanzer Münster)

Nachfolgend noch ein paar Impressionen:

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Südländisches Flair in Romanshorn
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Kirche St. Johannes Romanshorn
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Alte Kirche Romanshorn

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Der Bodensee ist hier ein Meer (Romanshorn)

Ist der Bodensee ein Meer?

Auf der Wanderung habe ich mich gefragt, was würde den Bodensee endgültig zum Meer machen. Was würde es brauchen, dass der Horizont direkt in den Himmel überginge, wenn die Erdkrümmung verhinderte, dass man das gegenüberliegende Ufer sähe. Dann könnte man doch eigentlich schon von einem Meer sprechen? Schön gedacht, doch leider unzutreffend für den Bodensee. Per Definition ist ein Meer ein Gewässer, dass die Kontinente umgibt. Damit zudem eine Erhebung von 100 Metern am anderen Ufer verschwände, müsste sie mindestens 36 Kilometer entfernt sein. (Irgendwie war da was mit dem Satz des Pythagoras). Der Bodensee aber ist nur 12 Kilometer breit – also kein Meer, auch kein „schwäbisches Meer“.

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Im Mai blühen hier die Obstbäume überall – typisch für den Thurgau
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Das einzige Wegstück (zwischen Romanshorn und Uttwill), welches nicht direkt am Seeufer entlang führt.

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Erdbeer-Plantage

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Seeburg in Kreuzlingen

5 thoughts on “Thurgauer Bodenseeuferweg – Meerfeeling inklusive!

  1. danke für die schönen Fotos vom „Schwäbischen Meer “ sorry trotz deiner Definition bleib ich dabei wie ich den Bodensee gelernt habe ! Ich weiß das dies nur eine schwäbische Namengebung ist und der See bei weitem nicht einem Meer gleicht. Ich kenne das Kaspische Meer das eigentlich ein See ist aber durch die unheimliche Größe wird der See so genannt. Mit 1500 km Länge und 500 km breite kann man nicht mehr von einem See reden.
    Also eine wunderschöne Wanderung die du hier zeigst !!! Manni

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    1. Hallo Manni, auch wir auf der CH-Seite haben schon früher diesen Begriff „Schwäbisches Meer“ genutzt, vor allem wenn man dem See noch etwas mehr Grösse verleihen wollte 😉 . Interessant natürlich mit dem Kaspischen Meer! Danke und Lg, Michael

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