Kartäuser, Hopfen und Reben

Wenn die vielen Obstbäume aufblühen, ist für viele der Thurgau (Schweiz) ein Inbegriff von Frühling. In dieser Zeit bietet sich diese Region für wunderschöne Frühlings-Wanderungen an. 

Die nachfolgenden Impressionen sind von einer Wanderung, welche wir im April unternommen haben. Diese Rund-Wanderung startet in der schönen Kartause Ittingen (Nähe Frauenfeld). Der Rundweg führt durch einen frühlings-haften Wald, über sattgrüne Wiesen auf denen der Löwenzahn blüht und immer wieder an wunderschön blühenden Obstbäumen vorbei. Man streift einzelne Bauernhöfen und es eröffnet sich ein schöner Panorama-Blick runter auf die Ebene des Thurtals. Idylle pur. Sogar der der Traktor, der durch die Weinberge tuckerte, passte irgendwie in dieses idyllische Bild.

Eine kleine Beschreibung des Wegverlaufes dieser Rund-Wanderung gibt es am Schluss dieses Posts.

Kartause Ittingen

Die Kartause Ittingen wurde im Jahr 1152 als Augustinerabtei gegründet, später war es ein Kartäuserkloster. Heute gibt es hier viel zu sehen. Neben der barocken Klosterkirche, dem Kunstmuseum des Kantons Thurgau, dem Ittinger Museum mit Konzertsaal sowie einem Bildungszentrum gibt es einen grossen Gutsbetrieb. Sehenswert sind der Barockgarten (mit vielen Rosen) sowie der Kräutergarten. Hinzu kommen eine Käserei sowie ein renommierter Weinbaubetrieb. Und bekannt ist der Hopfengarten, welcher den „Stoff“ für das bekannte „Original Ittinger Kloserbräu“ liefert.

Impressionen der Rundwanderung

Ittinger Waldreservat

Etwas vergessene Wegweiser in der „Countryside“
Typische Thurgauer Idylle
Rebhäuschen Weingut Hausamann, Iselisberg
Auf dem Holzweg …

Der Fluss Thur, der Namensgeber des Kantons Thurgau

Bolzengerade – der Damm-Wirtschaftsweg an der Thur entlang. Die Thur ist manchmal ein reissender, unbändiger Fluss, daher wurde die Thur früher an vielen Orten eingedämmt. Heute geht man andere Wege, der Flusslauf wird teilweise Re-naturalisiert.
Zurück in der Kartause Ittingen

Genuss am Ende der Tour! Käse, Schinken, Wein – alles kommt aus der eigenen Herstellung der Kartause Ittingen.

 

Tipps by Michael’s Beers & Beans:

Klosterladen Kartause Ittingen

Der Klosterladen ist ein Besuch wert. Spannend zu sehen, welche Vielfalt an feinen Spezialitäten hier im ehemaligen Kloster produziert werden. Produkte aus der eigenen Kelterei, der Käserei, der Metzgerei und der Bäckerei. Neben Anbau und Verarbeitung von Lebensmitteln werden in den Werkstätten verschiedene Handwerke ausgeübt. Aus der Schreinerei kommt zum Beispiel das beliebte Wildbienenhotel, aus der Töpferei tolle Kunstwerke. Und natürlich bekommt man hier auch das „Klosterbräu“.

Die Rezeptur des 1982 erstmals gebrauten Biers wird heute von Heineken verwendet und in der Brauerei Calanda-Haldengut in Chur produziert. Der Hopfen kommt aus dem Klostergarten der Kartause, dem diesem Bier sein typisches Aroma gibt.

Möbelhandwerk Schweizer, Üsslingen

Du suchst einen schönen Esstisch aus Apfelbaum-Holz? Im Dorf Uesslingen scheint ein Schreiner mit grosser „Tsch-Kompetenz“ zu sein, der Hölzer von den lokalen Waldbesitzer verarbeitet. Durch die Fenster konnten wir einen Blick in den Showroom/Werkstatt werfen. Bei den schönen Tischen kommt man sofort ins schwärmen.

Möbelhandwerk Schweizer, Ittingerstrasse 3, 8524 Uesslingen, https://www.moebelhandwerk.ch/

Tourbeschreibung / Wanderführer:

Startpunkt ist der Parkplatz bei der Kartaus Ittingen (416 müM). Von dort kann mach sich gut an der Beschilderung „Iselisberg“ orientieren. Diesem Weg folgen wir, der uns durch das Ittinger Waldreservat, einem schönen lichten Wald führt. Wir begegnen einem Holzkohle-Meiler (die Holzkohle kann man im Klosterladen in der Kartause kaufen) . Der Wanderweg bringt uns überwiegend flach auf einen freien Höhenzug mit Obstwiesen bis zu den Weinbergen von Uesslingen. In Iselisberg haben wir mit 485 müM den höchsten Punkt erreicht, jetzt geht es über eine Art Holztreppe hinunter nach Uesslingen. Dort sind wir dann weiter dem Wanderweg über die Thurbrücke in Richtung Ellikon a.d. Thur gefolgt, haben den Wegweiser Kartause Ittingen ignoriert.  (Möglichkeit der Verkürzung der Rund-Wanderung). Unmittelbar nach dem wir die  Thurbrücke überquert haben, verlassen wir den offiziellen Wanderweg und folgen dem „Damm-Wirtschaftsweg“  in Richtung Rorenbrücke (Warth). Dieser „Dammweg“ führt uns „Bolzengerade“ durch ein schönes Auenschutzgebiet mit schmalen Uferwiesen. Über die Rohrenbrücke wandern wir zurück ans nördliche Thurufer und folgen jetzt wieder dem Wanderwegweiser „Kartause Ittingen“, der uns den Weg zurück zum Startpunkt weist.

Diese leichte Tour ist ca. 11 km lang und wir brauchten dafür ca. 2.45 Uhr (reine Gehzeit). Leichte Orientierung. Nur leichte Steigungen, Höhenunterschied ca. 100 – 110m.

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