Von Freiherren, Rennfahrern und der Windows-Wiese

Am paradiesischen Untersee gibt es ruhige Orte und eine Landschaft zum Schwärmen. Früher waren es Freiherren, die sich hier gerne niederliessen. Heute zieht diese Gegend den einen oder anderen Prominenten an, der hier die Ruhe, den Kontrast zum aufregenden Jet-Set-Leben sucht. Ein Formel 1 – Rennfahrer hat sich am Ufer der „Westbucht“ sogar ein Badehäuschen gekauft. 

Heute nehme ich Euch auf eine kleine Tour durch die wunderschöne Untersee-Landschaft mit. Es geht vom Seedorf Mammern bis zum letzten Dorf am Bodensee nach Eschenz. Am Schluss – nach den Impressionen – findest Du eine kleine Tour-Beschreibung. Und natürlich wirst Du auch etwas über das Badehäuschen des Formel-1 Weltmeister finden. Ach ja, der Windows-Wiese aus den alten XP-Zeiten wirst Du hier wieder begegnen.

Impressionen

Die Wanderung startet in Mammern und beginnt mit einem kleinen Aufstieg durch den saftig grünenden Tobelwald.

Nach dem Tobelwald erreichen wir die offene Landschaft des Seerückens.

Dieses Bild erinnert irgendwie an die „Window-Wiese“ («Bliss»), einst das Standard-Hintergrundbild von Windows XP. Das Original entstand übrigens in Kalifornien.

Ein Pfad führt durch die „Windows-Wiese“ zum Aussichtspunkt Hochwacht (590m). Von hier hat man einen der schönsten Panorama-Blicke auf den Untersee.

Blick auf den sattblauen Untersee von der Hochwacht aus.

Kurz nach der Hochwacht erreichen wir die beliebte Wallfahrtskapelle „Sieben Schmerzen Mariä“ (Kapelle Klingenzell). Über dieses herzige Kirchlein findest Du in meinem Post Kapelle Klingenzell – von Hochzeiten und Wildschweinen noch weitere Bilder und ein paar Infos.

Von der Kapelle Klingenzell hat man einen schönen Blick nach Stein am Rhein – hier beginnt der Hochrhein.

Nun führt die Wanderung runter an den See und wir geniessen den weiteren Wegverlauf am Ufer des Untersee.

Ein Wasserbüffel? Kein Scherz, auf einem Bauernhof in der Nähe von Eschenz wird Milch für Mozzarella hergestellt.

Am Hafen von Eschenz – hier endet der Bodensee und fliesst in den Hochrhein ab.
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Was für ein Kontrast zu Monaco! Hier an diesem Ufer – versteckt hinter Bäumen – hat ein berühmter Formel 1- Weltmeister sein Badehaus (inkl. Bootsgarage). Wer mehr darüber wissen möchte, am Schluss dieses Posts findest Du einen Link zu einem Bericht über dieses Badehaus.

Idyllisch gelegenes Badehaus
Ein Bauernhof unterwegs bewirtet Gäste, es gibt auch einen kleinen Hofladen.
Hier werden an bester Sonnelage Trübeli angebaut (rote Johannisbeeren)

Beschreibung Rund-Tour:

Die ganze Tour verläuft immer auf gelb markierten Wanderwegen.

Der Bahnhof in Mammern ist Startpunkt. Hier findest Du Parkplätze, falls Du mit dem Auto anreisen möchtest. Am Bahnübergang hat es Wanderwegweiser – hier dem Wegweiser „Amenhusen“ folgen. Der erste Teil geht an der Landstrasse entlang bis zum Ortsende. Dann von der Landstrasse abbiegen, der Weg geht rechts in eine Forststrasse hinein. Diesem Waldsträsschen folgen – es geht bergauf – mal rechts, dann links dem Bach entlang. Nach dem Aufstieg kommst Du aus dem Wald auf eine offene Landschaft. (Eggmüli oder Eggmiili). Der gelben Wandermarkierung weiter in Richtung Hochwacht dem Strässchen folgen, später wird es ein Wirtschaftsweg. Am Schluss bis zur Hochwacht ist es dann noch ein kleiner Pfad. Von der Hochwacht dem Wegweiser Klingenzell folgen. Von der Kapelle Klingenzell verläuft der Weg (ausgeschildert, nicht den „Kreuzweg“ nehmen) dann nach Eschenz hinunter. In Eschenz vielleicht noch ein Abstecher zur schönen Badi (inkl. Bad) machen. Von Eschenz ist der Uferweg gut ausgeschildert, der Dich dann an den Ausgangspunkt nach Mammern zurückbringt.

Gasthöfe: wenig Möglichkeiten, eigentlich nur der Klingenzellerhof (bei der Kapelle)

Diese leichte Tour ist ca. 11 km lang und wir brauchten dafür ca. 2.45 Uhr (reine Gehzeit). Leichte Orientierung. Am Anfang eine mittlere Steigung, Höhenunterschied ca. 220m.

Und hier noch der Link zum Bericht „Das Bootshaus des Formel-1-Stars“ (Quelle http://www.tagblatt.ch St. Galler Tagblatt)

Verfasst von

Michael’s Beers & Beans – Stories and Photos posted by Michael Schneider – ideas brewed with water of the Rhine. (Blogging for Fun / Non-Commercial) Zurich & Lake Constance

4 Kommentare zu „Von Freiherren, Rennfahrern und der Windows-Wiese

    1. Hallo Manni, ganz herzlichen Dank! Und Du hast natürlich recht, es ist der Sportsmann aus Heppenheim, der zur Zeit einen roten Dienstwagen im Kreis bewegt. Allerdings habe ich gerade gemerkt, dass ich in meinem Post mit dem Bild vom Bootshaus vielleicht etwas zu weit gegangen bin. Habe das Bild mal ausgetauscht. Dafür aber einen Bericht zum St. Galler Tagblatt verlinkt, da steht (fast) alles drin. Was ich aber nicht herausgefunden habe, ob sein Boot „Rosso Corsa“ gespritzt ist. 😉

      Es gibt am Bodensee wirklich noch viele Winkel und Buchten, die touristisch nicht so erschlossen sind. Gerade der untere Teil des Untersee ist eher unbekannt. Will man sich hier einmal etwas umschauen, dann bietet sich das romantische Städtchen Stein am Rhein als guter Ausgangspunkt an. Lg, Michael

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