Klöster, Gemüse und maritimes Feeling

Das Erlebnis Insel Reichenau beginnt schon mit der Anreise. Eine lange Pappelallee verbindet die Insel mit dem Festland und erlaubt einen Blick auf das Schweizer Ufer und den Gnadensee. Rechts und links der Strasse erstreckt sich das Wollmatinger Ried, das grösste Naturschutzgebiet auf der deutschen Seite des Bodensees. Am Ende der langen Allee treffen wir den Wanderbischoff Pirmin, der hier 724 ein Kloster gründete und an die Kirchengeschichte erinnert. Spätestens mit der Überquerung des Bruckgrabens sind wir auf der Insel der Gärtner, Fischer und Winzer angekommen. Und wir spüren sofort das maritime Lebensgefühl sowie den Charme welcher die Insel hier über die Jahrhunderte behalten hat.

Auf der Suche nach den idyllischen Winkel, Naturschönheiten und Baudenkmale lasse ich Euch in meine Impressionen, die auch etwas von dem gelassenen-maritimen Lebensgefühl und dem südländischen Feeling weitergeben, eintauchen. Die Fotos sind auf einer Rundwanderung (Insel–Flanieren wäre wohl eher richtig) entstanden, der Tourbericht zum nachwandern, findet Ihr wieder am Schluss dieses Posts.

Impressionen

Der Hochwart genannte, höchste „Gipfel“ der Insel liegt 40m über dem See – darauf steht ein Teehäuschen.

Mehr über das Teehäuschen und die Hochwart findest Du in meinem Post Ein Teehäuschen auf dem höchsten Punkt der Insel Reichenau.

Blick auf den Untersee und in rüber in den Thurgau (Schweiz)
Die „Schiffslände“
Der Uferweg
Ausblicke
kleine Badeplätze
Die Kirche St. Peter und Paul wurde bereits im Jahre 799 geweiht.
Kirche St. Peter und Paul
Fischernetze
Die von ihrem Ursprung älteste Kirche der Insel ist das Münster St. Maria und Markus, die ehemalige Klosterkirche (Klostergründung 724).
Münster St. Maria und Markus
Münster St. Maria und Markus

Michael’s Beers & Beans Insel-Tipps:

  • Gemüse und Obst direkt von der Insel – frischer und knackiger geht’s nicht! Es gibt viele grosse und kleine Verkaufsstellen auf der ganzen Insel.
  • Georg’s Fischerhütte – beliebtes, rustikales Lokal mit Fischangebot nach Fang
  • „Café“ Hochwart (Öffnungszeiten Di, Mi, Fr, Sa 14.00 bis 18.00 Uhr, Sonntags auf „gut Glück“)
  • Ein Sommerabend auf der Restaurant-Terrasse des Standhotels Löchnerhaus (Tisch reservieren notwendig)
  • Herrliche rote oder weisse „Insel-Weine“ können direkt beim Winzerverein gekauft werden – neben dem tollen Weinen spricht mich der Winzersekt „Reichenauer Hochwart Cuvée“ sehr an.
  • UNESCO Weltkulturerbes mit dem Besuch der drei romanischen Kirchen. Sehenswert (u.a.) sind die Wandmalerei St. Georg, die Schatzkammer St. Maria und Markus sowie die idyllisch gelegene Kirche St. Peter und Paul. Darüber hinaus gibt es drei Museen, in die man sich in die Geschichte vertiefen kann.

Beschreibung Tour

Ausgangspunkt dieser Wanderung sind die Parkplätze im Ortsteil Mittelzell (z.B. unmittelbar in der Nähe vom Hotel Mohren) oder die Bushaltestelle am Museum Reichenau.

Für den Start muss man die „Hochwartstrasse“ erwischen, die direkt am Hotel Mohren (Pirminstrasse) beginnt. Einfach dieser Strasse leicht bergauf folgen, bis ein kleiner Parkplatz kommt, jetzt findet man den Weg hoch zum Teehäuschen „Hochwart“ einfach. Zu diesem Aussichtspunkt wandern wir hoch. Von der Hochwart müssen wir uns jetzt irgendwie zur Schiffslände durchschlagen. Am besten man geht den Weg ein kurzes Stück bis zum kleinen Parkplatz zurück, dann links bergab bis zur Vorfahrtstrasse, die wir kreuzen. Weiter in die Markusstrasse. Entweder man folgt nun dem Rad-Symbol, welches auf der Strasse aufgezeichnet ist, bis wir zur Schiffslände kommen (nur zum Teil Fussgänger-Wegweiser vorhanden). Oder wir gehen die Markusstrasse bis ganz zum See herunter und suchen dort etwas nach dem kleinen Fussweg, der einem ebenfalls zur Schiffslände bringt. Ab der Schiffslände wird die Orientierung der restlichen Wanderung einfach. Der Uferweg startet bei der Schiffslände, am Strandhotel Löchnerhaus – der Uferweg ist ein Pfad der meistens direkt am Seeufer weiter führt. Diesem kann man folgen bis man beim Campingplatz/ Strand Sandseele ankommt. Weiter folgen wir dem gleichen Uferweg mit Blick auf reizvolle Buchten bis nach Niederzell (Doppelturmkirche, Schloss Windeck). Von hier verläuft der Wanderweg am Nordufer weiter, am Strandbad Reichenau vorbei bis zum Jachthafen. Von dort erkennen wir das Münster St. Maria und Markus, durch dessen Parkanlage (Kräutergarten) wir durchgehen und so kommen wir nach Mittelzell, zu unserem Ausgangspunkt zurück.

Dies ist (in Teilabschnitten) beliebt bei Spaziergängern, daher auch in zahlreichen Wanderführer ähnlich aufgeführt und beschrieben. Daher vielleicht etwas früher am Morgen zur Wanderung starten. Es ist eine leichte, gemütliche Wanderung, wir haben dafür ca. 2 Stunden (Gehzeit) gebraucht. Distanz ca. 8 – 9km. Möglichkeit für Pausen oder zum Einkehren gibt es genug. Höhenunterschied 44 m, höchster Punkt Hochwart, danach keine Anstiege mehr. Fotografen sollten viel Zeit einrechnen, wegen dem Licht natürlich eher in den frühen Morgenstunden unterwegs sein. Es gibt viele schöne Insel-Sujets.

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