Leber vom Felchen aus dem Bodensee

Essen zu fotografieren ist natürlich nicht gerade innovativ, den es ist wohl eines der am meisten fotografierte Sujet auf dieser Welt.

Meine Kamera wird nicht Einzug in die Küche erhalten, aber ab und zu werde ich doch etwas aus der Küche posten. So wie jetzt. Weil es eine ganz kleine Geschichte dazu gibt. Und ein Rezept.

Im Fish Shop eines Fischers vom Untersee waren diesen Sommer Felchenleber im Angebot. Dies erinnerte mich an meine Kindheit, als wir in einer „Fischbeiz“ diese rare Vorspeise auf Vorbestellung meines Vaters bekamen. Daher weiss ich, was der Fischer für eine Sisyphusarbeit damit hat, Felchenlebern sind aus diesem Grund eher selten zu bekommen. Mein Menüplan für den Abend war schnell umgestellt, die kleinen „Fischleberli“ gekauft.

Aber wie zubereiten? Zu Hause wurde ich in meinen Rezepten fündig.

Man kann damit eine wunderbare Vorspeise kochen. Anders als man vermuten würde, schmeckt dieser kaum nach Fisch, ich finde diese sind im Geschmack sogar feiner als Kalbsleber. Ich habe inzwischen noch etwas getüftelt und bin zu einer denkbar einfachen Variante gekommen:

Felchenleber mit Pfeffer (Vorspeise)
(Dieses Rezept ist inspiriert aus dem Kochbuch „Meine Fischküche“ von Marianne Kaltenbach, 1985/1998)

Zutaten für 4 Personen

200g Felchenleber
1 Schalotte
Butter
0.5 dl trockener Weisswein (z.B. Müller Thurgau vom Bodensee)
Salz
frisch gemahlener Pfeffer, hier kann man gut wilder Pfeffer oder bunter Pfeffer verwenden

Und so geht’s:

Fein gehackte Schalotte in der Butter anziehen lassen, Leber hinzugeben und 1 – 2 Minuten anbraten. Die Felchenleber ist sehr empfindlich, daher nicht länger braten. Mit Weisswein ablöschen und mit Salz würzen. Auf Teller anrichten und dann mit dem frischen, wenn möglich etwas grob gemahlenen Pfeffer bestreuen.

Ich gebe gerne dazu etwas frische Kresse mit einem leichten Haselnussdressing sowie ein knuspriges Baguette.

En Guete!

2 Kommentare zu „Leber vom Felchen aus dem Bodensee

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