Notizen einer Schifffahrt auf dem Hoch-Rhein

Gestern am 15. Oktober hat das letzte Kursschiff in Kreuzlingen stromabwärts in Richtung Schaffhausen abgelegt. Die Schweizerische Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein (URh) stellt jetzt ihren Betrieb der Kursschiffe auf den Winter hin ein. Dies gibt mir die Gelegenheit für einen Rückblick auf Ende Sommer, als ich mit einem dieser Kursschiffe auf der 50 km langen Untersee-Rhein-Strecke von Schaffhausen nach Kreuzlingen unterwegs war. 

Die MS Thurgau – eines der Schiffe aus der Flotte der Schweizerische Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein (URh)

Gerne nutze ich die Schiffe auch als „Reisemittel“ um im Untersee von A nach B zu kommen. Klar man muss etwas Zeit einrechnen, aber die Fahrt mit den schönen Schiffen ist immer ein Genuss. Meistens. Gerade bei schönem Wetter ist allerdings die Strecke Schaffhausen – Stein am Rhein (und umgekehrt) von Gruppen- und Bustouristen sehr frequentiert. So war es auch bei mir, als ich in Schaffhausen aufs Schiff ging. Die beschatteten Plätze auf Deck waren schon alle besetzt. Sich zwischen die schlecht gelaunten und mit sich selber beschäftigten Gruppen-Touristen zu setzen, machte zudem definitiv kein Spass.

Der Streckenabschnitt Kreuzlingen – Schaffhausen gilt als die schönste Stromfahrt Europas. Beliebt ist in erster Linie der Flussabschnitt zwischen Schaffhausen und Stein am Rhein, die Weiter-Fahrt über den Untersee ist nicht weniger reizvoll.

Die Geniesser halten sich daher eher auf dem Vorderdeck auf oder stehen am Heck. Von hier aus kann man sich der wunderschönen, idyllischen Landschaft erfreuen. In Stein am Rhein gingen zum Glück der grosse Teil der missmutigen Mitreisenden (zu heiss, zu windig, usw.) von Bord der MS Arenenberg, dann wurde es wesentlich gemütlicher. Und unter den verbliebenen Reisenden hellte sich die Stimmung stark auf.

Die Fahrt geht vorbei an wunderschönen, romantischen Orten – wie hier das Rheinstädtchen Diessenhofen

Nachfolgend habe ich Euch ein paar fotografische Notizen von dieser Schifffahrt zusammen gestellt:

Die Kurs-Schiffe gleiten durch einen idyllischen Abschnitt des Rheins.
Sommer auf dem Hoch-Rhein – sich auf dem Strom treiben lassen …
Das Schiff passiert die einzige, vollständig erhaltene Holzbrücke am Hochrhein (Gailingen-Diessenhofen)
Warten auf die nächste Anlegestelle
Fahrräder werden befördert
Die Kurs-Schiffe verkehren bei jedem Wetter – von April bis Oktober. Auf unserer Fahrt überraschte ein Gewitter.
Abendstimmung auf dem Untersee – ich war mit der letzten Verbindung unterwegs

Das Schiff ist stromaufwärts fast 5 Stunden unterwegs, stromabwärts dauerte es ca. eine Stunde weniger. Mein Tipp ist, sich nicht den „schönsten Tag“ für diese Fahrt auszusuchen, die Schiffe sind dann sehr voll. Bei wechselhaftem, kühlerem Wetter ist die Fahrt genau so reizvoll und man kann sich auf dem Schiff gut bewegen.

Weitere Informationen findest Du hier: URh.ch

 

 

3 Kommentare zu „Notizen einer Schifffahrt auf dem Hoch-Rhein

  1. Schöner Bericht mit sehr schönen Fotos.
    Wir waren 2010 für eine Woche in Konstanz am Bodensee. Wir besorgten uns ein Touristenticket, mit dem wir 1 Woche lang kostenlos alle Schiffe nutzen konnten. Wir hatten super Wetter und sind jeden Tag eine andere Tour gefahren. Hat ne Menge Spaß gemacht und wir haben viele Orte am Bodensee kennengelernt. Wir denken heute noch gerne an diese Woche zurück.
    Grüßle Bernd

    Gefällt 1 Person

  2. Diese Schifffahrt ist wirklich ein Highlight. Irgendeinen Teilabschnitt davon mache ich fast jedes Jahr einmal und finde diese Ausflüge jeweils sehr bereichernd.

    Das Fahrradbild mit dem „frechen“ Bildschnitt mag ich besonders gut.

    Schöne Grüsse, Franz

    Gefällt mir

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