Herðubreið – Königin der Berge

Für unseren Aufenthalt in Akureyri im Spät-Herbst 2015 hatten wir doch einige kleine und grosse Ausflüge geplant – aber an eine Tour ins Gebiet der Askja haben wir nie gedacht. Denn normalerweise sind die Hochlandpisten im Oktober wegen den Schneeverhältnissen schon alle gesperrt. Aufgrund des ruhigen Herbstwetters waren einige der Hochlandpisten noch offen.

Die Möglichkeit eine Jeep-Tour zum Mt. Herðubreið, the Queen of Icelandic Mountains, in dieser Jahreszeit zu unternehmen, liessen wir uns nicht nehmen. Obwohl wir wussten, dass ein grosser Wintereinbruch bevorstand, wollten wir quasi die „Ruhe vor dem Sturm“ für diesen Ausflug nutzen. Aufgrund der speziellen Wetter-Stimmung sind auf dieser Tour einige interessante Fotos vom Herðubreið entstanden.

Es gibt Berge von denen geht eine grosse Faszination aus. Bei uns in der Schweiz ist es sicherlich das Matterhorn. Hier in Island ist es der Mt. Herðubreið – die Königin der Berge.

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Mt. Herðubreið erhebt sich majestätisch mitten in der Missetäterwüste

Wie das Matterhorn galt der Mt. Herðubreið lange als unbesteigbar. Erst 1908 gelang es dem Geologen Hans Reck und seinem Gefährten Sigurður Sumarliðason, den Berg zum ersten Mal zu besteigen. Heutzutage erfolgt der Aufstieg durch Alpinisten in der Regel von der Nordwestseite.

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Erste Erkenntnis an diesem Morgen, die bekannte Bergstrasse F88 war geschlossen. Daher entschieden wir uns über die 901 (Möðrudalsleið) / F905 / F910 in die Missetäterwüste vorzustossen und wenn es das Wetter erlaubt bis zur Berghütte an der Oase Herðubreiðarlindir zu fahren.

Der Mt. Herðubreið ist ein Tafelvulkan und ist 1682 m hoch. Er liegt im isländischen Hochland in der Wüste Ódáðahraun (Missetäterwüste), nicht weit entfernt vom berühmten und mächtigen Vulkan Askja. Diese Wüste gilt als grössten Wüste in Europa.

Der Mt. Herðubreið ist daher auch ein Teil des Vulkansystems der Askja, weist einen Gipfelkrater und ganzjährige Schneefelder auf, jedoch keinen Gletscher. Der majestätische Eindruck, den der Tafelvulkan macht, ist auch auf die beträchtlichen Höhenunterschiede im Vergleich zu seiner unmittelbaren Umgebung zurückzuführen. Er überragt die ihn umgebenden Lavafelder immerhin um ca. 1000 m. Der höchste Gipfel überragt die Tafelfläche nochmals um ca. 200 m und liegt auf dem Nordostrand des Gipfelkraters.

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Die Bergstrassen im Hochland können nur mit robusten Geländewagen bewältigt werden.
Iceland Herðubreið
Herbststimmung in der Missetäterwüste
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Auf der Route müssen kleine Flüsse gefurtet werden, die im Moment wenig Wasser führen …
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… aber bereits Eis mitführen.
Iceland Herðubreið Jeep Offroad Track Onroad Toyota Land Cruiser
Die Piste verläuft quer durch ein Bimsstein-Gebiet, welches vermutlich von einem Ausbruch des Askja-Vulkanes herrührt.
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Bimsstein ist ein poröses glasiges Vulkangestein, dessen Dichte aufgrund der zahlreichen Poren, die einen wesentlichen Teil des Volumens ausmachen, kleiner als die von Wasser ist, was bedeutet, dass Bims schwimmt. Probe haben wir gemacht – stimmt!
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Hier verläuft die Piste quer durch ein Lavafeld.
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Mt. Herðubreið

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Der Wintereinbruch ist schneller wie wir – daher brechen wir ca. 25 km vor der Oase Herðubreiðarlindir, die am Fuss des Berges liegt ab und kehren um.
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Die Schneewand kommt auf uns zu …
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Blitzschnell macht der Schnee die Piste noch rutschiger als diese schon ist …
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Als wir endlich aus der Wüste raus sind, hat uns der Wintereinbruch definitiv im Griff, auch die Rückfahrt war aufgrund der winterlichen Verhältnisse recht anspruchsvoll. Aber die Fahrt durch diese unglaubliche Landschaften werden uns unvergessen bleiben, Aufwand und Risiko haben sich dafür gelohnt. Übrigens hatten wir diese gigantische Landschaft für uns alleine, in der ganzen Zeit sind wir keinem Menschen begegnet.
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Mt. Herðubreið
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Hier ein Bild von einer früheren Reise vom Mt. Herðubreið. Dies wurde von der Oase Herðubreiðarlindir aus fotografiert. Von hier kann man den Aufstieg auf den Gipfel starten. In früheren Zeiten lebten in dieser Oase Geächtete, wie z.B. der berüchtigte Fjalla-Eyvindur, die wegen Verbrechen aus der Gesellschaft ausgeschlossen waren.