Bye Bye Shetland

Diese Zeilen schreibe ich auf Muckle Roe, einer kleinen Insel die zu Shetland gehört. Shetland – weit draussen wo sich die Nordsee mit dem Atlantik trifft – ist eine kleine Welt für sich und ein grosses Naturparadies.

Shetland war für uns ein Sehnsuchts-Ziel. Immer wenn wir Reisen in den Norden planten, kamen wir irgendwie auf Shetland zu sprechen. Wussten aber nie so recht, was einem auf dieser Insel-Gruppe erwartet. Jetzt war es so weit, wir sind hierher gereist. Diese Reise entwickelte sich für uns in den letzten zwei Wochen immer mehr zu einer grossen, positive Überraschung!

Leider müssen wir schon wieder Abschied abnehmen. Bye Bye Shetland – im Blog dagegen heisst es «Welcome Shetland» – ich habe viele Fotos und kleine Geschichten im Gepäck, die ich in der nächsten Zeit aufbereiten werde. Viel «Arbeit» liegt da vor mir, aber das gehört zur schönen Seite eines fotografierenden Hobby-Bloggers.

Papageientaucher Puffin Shettland

Die Rückreise wird lang, denn Shetland ist nicht einfach um die Ecke. Selbst mit dem Flieger ist die Reise via Schottland nach Zürich zeitlich nicht zu unterschätzen. Zudem liegen die Shetland Inseln weit draussen im Meer, näher an Norwegen als am schottischen Festland. Der Wind oder der Seenebel kann den Flug- und Schiffsverkehr schon mal lahm legen. Wir haben Glück, es ist freundliches und ruhiges Wetter angesagt, so dass uns der kleine Propeller-Flieger rüber nach Schottland bringen wird.

Wer eine Destination mit grossem «Wow»-Effekt sucht, sollte nicht nach Shetland reisen. Es ist eher die schroffe Schönheit und die wunderbare Idylle was die Inselgruppe ausmacht, diese unglaubliche Küste durchbrochen von malerischen Stränden und kristallklarem, blauem Wasser. Immer wieder faszinieren glitzernde Lochs, mit Heidekraut bedeckte Moorlandschaften, Klippen, die über Jahrtausende von Wind, Meer und Sand geformt wurden.

Shetland

Die Shetländer sind freundliche Inselbewohner, geprägt durch einen Life Style aus britischem Alltag und ihrem vermischten schottischen und skandinavischen Erbe. Das Erbe ihrer altnordischen Sprache fliesst überall hinein – von praktisch jedem Ortsnamen bis hin zum regionalen Dialekt, der mit einem fast skandinavischen Klang gesprochen wird. Abgerundet wird das ganze durch einige spleenige Auswanderer, die hier ihr Glück gefunden haben.

St. Ninina Shetland

Shetland ist in erster Linie ein richtiges Paradies der Tierwelt. Wo Nordsee und Atlantik aufeinander treffen haben wir auf unseren Wanderungen unglaublich viele Seevögel beobachten können. Basstölpel, Papageitaucher, arktische Seeschwalben sind nur drei von vielen Arten, die hier im Juni ihren Nachwuchs aufziehen. Vögel sind nicht die einzigen Tiere, die man hier antrifft. Mit viel Glück sieht man einen Otter oder irgendwo in einer Bucht eine Gruppe von Orcas (Schwertwale). An der Küste entdeckt man immer wieder die Seehunde – jetzt im Juni konnten wir sogar arktische Ringelrobben beobachten. Nicht vergessen werden wir die Begegnungen mit den süssen und bekannten Shetland Ponys.

By Bye Shetland – so nahe waren wir der ursprünglichen Natur schon lange nicht mehr.

Verfasst von

Michael’s Beers & Beans – Stories and Photos posted by Michael Schneider – ideas brewed with water of the Rhine. (Blogging for Fun / Non-Commercial) Zurich & Lake Constance

11 Kommentare zu „Bye Bye Shetland

    1. Danke für das Feedback, Shetland stand auch lange schon auf meiner Liste. Mit dem Flieger (Saab 340) ist es gut machbar, beim Start- und Landung auf Sumburgh kann es schon etws schütteln, Logan Air macht übrigens ein sehr professionellen Eindruck, die Piloten nehmen alles sehr ernst. Mit dem Schiff (NorthLink Ferries) – so haben wir es gehört – kann es dagegen schon sehr ruppig zu und her gehen. Seekrankheit scheint bei der Überfahrt wohl inklusive. Lg, Michael

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    1. Shetland war überraschend – hoffe dann auf Ende Sommer die ersten Posts aufzubereiten, sind doch ganz schön viel Fotos zusammengekommen. Von so einer Reise mache ich gerne für unsere Erinnerung noch wie in alten Zeiten ein Fotobuch, daraus „extrahiere“ ich dann die besten Fotos und Geschichten für den Blog. Aber ich brauche dann schon etwas „Pfupf“ bis ich den Einstieg finde um die ganzen Fotos zu sichten 😉 LG, Michael

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      1. … von besonderen Reisen nutze ich dann gerne das heute verfügbare A3 Format. Vorallem besondere Fotos – die man ja bei Dir aufgrund Deines „guten Auges“ wirklich findet – kommen in einem solchen Buch einfach sehr schön zu Geltung. Und Texten kann man auch – eigentlich ein „Offline-Blog“ 😉 LG, Michael

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