Flaschenpost vom Seerhein (Juli / August)

 

Liebe FollowerInnen,
liebe Leserinnen und Leser meines Blogs

Endless Summer! Kurze-Hosen-Wetter, Baden im Fluss, draussen Leben, morgens vor der grossen Hitze ein Kurz-Ausflug in der Bodenseeregion oder auf ein Latte Macchiato in die Stadt – was will man am Wochenende mehr? Und mit ein paar Tage Ferien im August konnte ich den Sommer hier am Seerhein nochmals richtig auskosten. Die Kamera blieb auch mal im Schrank und ich gönnte mir eine kleine Online-Auszeit – ich habe gelernt. Zwischendurch hatte ich Lust ein Sommer-Special zu schreiben, spontan und der Versuch diesen Sommer in Worte zu fassen hat mir Freude gemacht.

Einige Fotos haben dann doch den Weg auf den Chip gefunden, so konnte ich nochmals eine richtige sommerliche Flaschenpost zusammenstellen.

Der Sommer geht nun gemächlich zu Ende. Es ist merklich kühler geworden, an diesem Samstag regnete es immer wieder. Es ist seit ganz langer Zeit wieder einmal ein Wochenende zum drinnen sein, zum wohnen. Ein Buch, ein Glas Wein. Das Geräusch des Regens, der auf die Dachfenster prasselt. Irgendwie auch schön.

Wieder viel Freude mit der „Doppelausgabe“ meiner Flaschenpost vom Seerhein. Ich wünsche Euch einen schönen Herbstanfang.

Herzlichst, Euer

Michael

Living on the Waterfront – meine Fotos des Monats Juli und August

Sommer-Plätze

Sonne pur und die Temperaturen täglich über 30 Grad. Im Schatten sitzen, eine leicht kühle Brise vom See her, ein Glas kühlen Rosé, etwas Anpasti, den Blick in das ewig scheinende Blau – Summer Chill!

Naturstrände

Fast jedes Dorf am Bodensee hat sein Strandbad (in der Schweiz: “Badi”). Aber auch das genussvolle Baden an „wilden“ Naturstränden ist möglich. Denn wo Zugang zum See besteht, ist Baden erlaubt. Ausgenommen sind eigentlich nur Naturschutzzonen sowie in den Bereichen der Anlegestellen.

Rheinbrücke

Die Rheinbrücke überspannt in Konstanz den Seerhein. Eine Besonderheit dieser Rheinbrücke ist, dass die Kilometrierung des Rheins hier beginnt. Bis 1980 war diese Brücke die einzige Verbindung zwischen den Konstanzer Stadtteilen. Die Römer bauten übrigens die erste Brücke über den Seerhein, allerdings stand diese einige Kilometer flussabwärts in Gottlieben.

Schwimmen in den Morgen

Ein weiterer heisser Tag kündigte sich an, über dem Seerhein lag ein ganz leichter Nebel. Die Kraft der Sonne war schon spürbar – besser als mit einem morgendlichen Bad konnte man diesen Sommertag nicht beginnen.

Trockenheit

Die Bodenseeregion hat es mit der anhaltenden Trockenheit voll erwischt. Konnte anderswo in der Schweiz das eine oder andere Gewitter verzeichnet werden, gab es am Untersee und Seerhein kaum Regen. Auf dem Seerücken waren die Böden ausgetrocknet und die abgemähten Wiesen braun. Stellenweise sah es aus wie im heissen Süden. Bereits im Juli zeigten die Bäume vereinzelt eine Herbstfärbung.

Pegelstand Seerhein: Niedrigwasser im Sommer

Über den extremen tiefen Wassenstand im Boden- und Untersee sowie im Seerhein habe ich hier immer wieder einmal berichtet. Der Regen an diesem Wochenende wird den Pegel um einige Zentimeter ansteigen lassen (ca. von 290cm auf 295/300cm), aber viel verändert dies an der allgemeinen Lage nicht. Die aktuelle Situation veranschaulicht das Bild vom Ufer des Seerheins: Dort wo das Schilf ist, befindet sich normalerweise die Wasserlinie, d.h. das Schilf steht im Sommer ca. 1/2 m im Wasser.

Karibikfeeling

Sonne, heisse Temperaturen und das kühle Nass – der Sprung in das glasklare Wasser war ein Genuss! Mit der Zeit ist mir aufgefallen, dass das Wasser immer klarer wurde. Und dafür gibt es eine Erklärung*. Wie klar das Wasser ist, hängt vom Anteil der darin enthaltenen Algen ab. Diese mögen keine UV-Strahlung, meiden daher das Sonnenlicht. Zudem fehlt die Durchmischung der warmen oberen und kühleren tiefen Wasserschichten. Die Algen tauchen daher in die unteren Wasserschichten ab, da sie nur noch dort die benötigten Nährstoffe finden. Die oberen Schichten werden immer klarer und bekommen ein „Carribean-Look“!

*Quelle: Tages Anzeiger

Badi

Früh morgens war es in der „Seerheinbadi“ noch ruhig, eine aufgeräumte Stimmung vor dem grossen Ansturm.

Mammattus über dem Bodensee

In den ersten Tagen im Juli konnte ich diese seltsamen Wolkengebilde beobachten. Es handelte sich dabei um die sogenannten Mammatus Wolken, die sich hier am Rande eines abziehenden Gewitters gebildet haben.

Der Hitzesommer in der Flasche?

Ein milder Frühling, ein heisser, trockener Sommer: Das laufende Jahr erfüllt alle Voraussetzungen, die als Grundlage für einen guten Wein nötig sind. Bereits sind die ersten Winzer in den Weinbergen zu sehen. In der ersten Septemberwoche geht es wohl dann im Thurgau schon richtig los, die Norm wäre Anfang Oktober. Experten gehen davon aus, dass gerade der Rotwein mit Jahrgang 2018 ein aussergewöhnlich guter Wein sein wird. Vielleicht wird uns der Hitzesommer 2018 „konserviert“ in der Flasche und später im Glas wieder in Erinnerung gerufen.

Endlich Regen …

Am 23. August 2018 kam (endlich) der Kälteeinbruch und brachte Regen. Hier am Seerhein zog ein Gewitter mit kräftigen Schauern vorüber, dann war es schon wieder vorbei. Der Sommer kam nochmals zurück und gegen Ende August ging es schon wieder in Richtung 30 Grad. Der September kündigt tiefere Temperaturen an und startete mit einem Regen-Wochenende. 

Frühere Flaschenpost vom Seerhein der letzten Monate findest Du hier: Flaschenpost vom Seerhein

Folgender Post ist im Juni über Seerhein und die Bodenseeregion entstanden:

Alle Posts über den Bodensee – vom Obersee über den Seerhein bis zum Unterseee – findest Du hier.

Verfasst von

Michael’s Beers & Beans – Stories and Photos posted by Michael Schneider – ideas brewed with water of the Rhine. (Blogging for Fun / Non-Commercial) Zurich & Lake Constance

6 Kommentare zu „Flaschenpost vom Seerhein (Juli / August)

  1. Hi Michael, deine lockere und fröhliche Art des Schreibens find ich spitze! Es macht Laune beim Lesen. Ich freue mich ehrlich gesagt über die kommende Jahreszeit, denn dann stören endlich keine Schatten mehr beim Fotografieren:) Eine Frage habe ich: Ist der schwarze Rahmen deiner Bilder von dir erstellt oder gehört das zum WordPresstheme und du kannst nichts dagegen tun? Ich würde es mal ohne probieren, dann wirkt das Ganze gleich noch frischer! Dir noch einen schönen Sonntag. Viele Grüße Ulli.

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    1. Hallo Ulli, Danke für das coole Feedback! Zu Deiner Frage: Etwas schmunzeln musste ich, denn ich hatte mir anfänglich immer die Mühe gemacht, die Rahmen im LR zu erstellen, bis ich herausgefunden habe, dass man diese in WP.com unter „Foto bearbeiten“ ganz einfach hinkriegt. Vermutlich gehören die Rahmen zu meiner fotografischen Beeinflussung (ich komme ja noch aus der analogen Zeit), ein Foto aollte imemr mit einem Passepartout oder mit einem „Rahmen“ abgeschlossen präsentiert werden. In der letzten Zeit empfand ich die schwarzen Rahmen ebenfalls als etwas zu schwer und habe mit anderen Farben experimentiert. War auch nichts. Ich bin zum Schluss gekommen, die Rahmen nur noch ganz fein zu ziehen – Dank Deinem Input werde ich dies einmal versuchen. Oder dann vielleicht ganz weglassen. LG, Michael

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  2. also das Foto vom morgentlichen Bad ist einfach nur der Hammer !!!! Wer hätte sich sowas nicht gewünscht ! Aber auch die anderen sind sehenswert und du hast die Hitze und Trockenheit sehr gut eingefangen ! Was mir auch sehr gut gefällt das Bild wo dann endlich der langersehnte Regen kam !!!! Also ganz toller Beitrag !!!

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