Flaschenpost vom Seerhein (September)

 

Liebe FollowerInnen,
liebe Leserinnen und Leser meines Blogs

Nach diesem September ist es kaum zu glauben, dass dieser endlose Sommer nun wirklich vorbei ist. Und wenn ich in diese Flaschenpost schaue, dann hat es nochmals richtig viel Sommer drin. Ein fotografischer Rückblick auf viele sonnige Stunden und genussvolle Momente am See.

Doch pünktlich zum kalendarischen Herbst kam die erste Kältefront herein. Und der Sommer drehte auf Frühherbst – wieder mit viel Sonnenschein, einfach etwas kühler.

Hallo Herbst – let’s get cosy! Ich freue mich auf eine gemütliche Zeit. Auf kunterbuntes Laub, auf das schöne herbstliche Licht. Sich einfach nach einem ausgedehnten Spaziergang mit einem Tee und einem guten Buch in den Lesesessel zurückzuziehen.

Aber jetzt viel Spass mit der „sommerlichen“ September-Ausgabe der Flaschenpost vom Seerhein.

Liebe Grüsse

Michael

„Summertime. It was a song. It was a season. I wondered if that season would ever live inside of me.“ – Benjamin Alire Sáenz

Living on the Waterfront – meine Fotos des Monats September

Bodensee-Lachmöwe

Zum Sommerfeeling am Bodensee gehören die Möwen irgendwie dazu. Möwen sind eigentlich Vögel die an den Meeres-Küsten leben. Hier am Seerhein wie auch im ganzen Bodenseegebiet ist die Lach-Möwe heimisch. Früher kreisten grosse Schwärme der Lachmöwen an den Häfen oder folgten den Kursschiffen. Dies kann man heute kaum noch beobachten. Grund dafür ist, dass die Vögel viel weniger gefüttert werden, aber auch aufgrund des Klimawandels anderswo neue Brutplätze aufsuchen.

Dafür konnte man in den letzten Jahren vermehrt die Mittelmeermöwe beobachten, die inzwischen in der Bodenseeregion heimisch geworden ist. Die Mittelmeermöwe gehört zu den Grossmöwen und ihre Kolonien wachsen in der Bodenseeregion stark an. (Bild Bodensee-Lachmöwe)

Bodensee Lachmöwe

Abenddämmerung

Die Natur hat Strophen, so folgt die Nacht dem Tag. Der Refrain ist die Abend- und Morgendämmerung, welche nie gleich, aber immer etwas heilendes mit sich bringt.

Kreatives Gottlieben

Gottlieben ist ein kleines Dorf am Seerhein. Dieses Dorf hat eine bewegte Geschichte und gilt als eine der schönsten Dörfer am Bodensee. Dies ist vielleicht der Grund, dass dieses Dorf ein Anziehungspunkt für Maler, Musiker, Dichter und Kunsthandwerker war und ist. Anfangs September öffneten die 16 dort lebenden Künstler ihre Türen für ein Wochenende. Den Initianten ist hier auf Anhieb ein erfolgreicher Anlass gelungen. So wurde „Kreatives Gottlieben“ für viele Besucher zu einer Begegnung mit vielfältiger Kunst, gleichzeitig aber auch zum Begegnungsort.

Sommerzeit

Die Oberfläche des Wassers funkelt tiefblau, Segelboote ziehen in der Ferne vorbei. Die sonnendurchflutete Luft streicht durch die dicht belaubten, grünen Bäume. Dieser Sommer ging „endlos“ in den September hinein.

Blütenzauber

Ausdenken kann ich mir, dass dieses Jahr in vielen Gärten die Dahlien unter der Trockenheit der letzten Monate gelitten haben. Auf der Blumeninsel Mainau ist davon nichts zu spüren, die Dahlien standen dort schon anfangs September in voller Blüte.

Pegelstand Seerhein: Sandstrände am Untersee

Wirft man einen Blick auf die Insel Reichenau und das angrenzende Wollmatinger Ried, könnte man glauben dort sind riesige Sandstrände entstanden. In Wirklichkeit sind es ausgetrockneten Flachwasserzonen. Inzwischen haben sich vielerorts die vertrockneten Wiesen erholt, die Waldbrandgefahr entschärft. An den Pegelständen zeigt sich aber, das Regendefizit ist noch lange nicht aufgeholt.

Die Pegelstände hier am Seerhein liegen nach wie vor auf einem für die Jahreszeit aussergewöhnlich niedrigen Niveau. Auf Grund der derzeitigen Wetterlage ist bis Mitte Oktober weiterhin mit leicht fallenden Seewasserständen zu rechnen.

Quelle: Lagebericht der internationalen Bodensee Hochwasser Informationsstelle / Augenschein vor Ort

Pegelstand Ende September: ca. 278cm

September-Sommer

Der September trotzte anfänglich jedem Versuch des Herbstes, sich am Bodensee auszubreiten. Blauer Himmel, Sonnenschein und sommerliche Temperaturen von bis zu 30 Grad. So gab es keinen Grund die Sommergarderobe schon in die hinteren Winkel des Kleiderschranks zu packen. Dieses „Sommer-Feeling“ Bild von Mitte September täuscht nicht, es war wirklich noch Badewetter – der See hatte bis zum 21. September noch angenehme 22 Grad!

Auf dem Wasser

Dieser Sommer war „am Wasser“, „im Wasser“ aber eben auch „auf dem Wasser“!  Wunderschön mit einem Boot auf dem Seerhein von Konstanz in Richtung Ermatingen zu gleiten. Hier mit Blick auf das kleine Dorf Gottlieben.

Apfelernte …

Für die Obstbauern am Bodensee ging die Apfel-Ernte dieses Jahr schon früh los, bis zu drei Wochen früher als sonst. Darum sah man im September bei den Bauern überall volle Erntekisten. Allerdings hat die Trockenheit den Apfelbäumen zugesetzt, so dass viele Früchte nicht ausreifen können.

… und ein Apfel auf den Weg

Als Wanderer ist man in der Bodenseeregion immer Willkommen. Auf der thurgauischen Seite darf der Wanderer zur Erntezeit manchmal an einer Ecke einen Apfelmost probieren, an der nächsten Ecke gibt es einen Apfel mit auf den Weg. 
Fabienne und das (definitive) Ende des Sommers 2018

Pünktlich zum Herbstanfang am 23. September 2018 kündigte sich mit „Fabienne“ der erste Herbststurm an. Nach einem sommerlichen Sonntag mit bis zu 27 Grad, frischte am Nachmittag der Wind auf. Gegen Abend verdunkelte sich im Westen der Himmel und kündigte „Fabienne“ an. Insgesamt verlief der Sturm am Seerhein relativ glimpflich. Starke Böen, ein kurzes Gewitter und der eine oder andere Platzregen – dann war es bereits überstanden. „Fabienne“ hat das sommerliche Wetter definitiv „weggeblasen“ und kältere Temperaturen im Rucksack. Oder sagen wir mildere Temperaturen, denn hinter dem Sturm baute sich das nächste Hochdruckgebiet schon wieder auf. Hallo Herbst!

Frühere Ausgaben der „Flaschenpost vom Seerhein“ findest Du hier: Flaschenpost vom Seerhein

Folgende Posts sind im September über den Seerhein und die Bodenseeregion entstanden:

Alle Posts über den Bodensee – vom Obersee über den Seerhein bis zum Unterseee – findest Du hier.

Hallo Herbst – let’s get cosy!

Verfasst von

Michael’s Beers & Beans – Stories and Photos posted by Michael Schneider – ideas brewed with water of the Rhine. (Blogging for Fun / Non-Commercial) Zurich & Lake Constance

6 Kommentare zu „Flaschenpost vom Seerhein (September)

  1. Hallo Michael,
    gerade nach den ersten schon sehr kühlen, böigen Tagen, dem nun häufiger grauen Himmel und diesen quasi über Nacht herbstlichen Temperaturen, ist es enorm wohltuend, noch einmal den sonnenbeschienenen See mit seinem herrlichen Blau zu erblicken, die Restwärme einzusaugen und sich an der farbenfrohen Vegetation auf deinem Uferbild oder dem von der Dahlienblüte auf der Mainau zu erfreuen.

    Ich habe auch von Verwandten gehört, die Mitte des Monates unten in Wangen am Untersee waren, dass sie einen breiten „Strand“ hatten, so wie sie es um die Zeit noch nie erlebt hätten. Mittlerweile gibt es Regen und wenn der weiter so anhält, wird sich sicher der Pegel noch etwas entwickeln.

    Deine September-Flaschenpost war wieder sehr schön anzuschauen! Vielen Dank!

    LG Michèle

    Gefällt 1 Person

    1. Hallo Michèle, vielen herzlichen Dank für das schöne Feedback. Die ausgetrockneten Zonen gibt es eigentlich wirklich nur im Winter, sind in dieser Dimension dann schon aussergewöhnlich. Ich bin mal gespannt, wie sich das in den kommenden Monaten noch entwickelt. Unter der Woche arbeite ich in der Agglo von Zürich, sehe daher den See erst am Wochenende wieder. Aber ich glaube der Regen, der nur kurz war, hat nicht viel gebracht, in den Bergen schneite es sogar bis 1200m runter, was das Wasser für die Zuflüsse dann noch bindet. Und jetzt soll sich ja schon wieder das nächste Hoch aufbauen und viel schönes Wetter bringen, was dann wohl den Nebel an den See bringen wird. Und wenn es so mit den „neuen Stränden“ bleibt, dann importieren wir einfach von Euch die schönen Strandkörbe und stellen die nächsten Sommer auf … 😉 Ganz liebe Grüsse nach Hamburg, Michael

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