Picturebook „Dear Old Skibbereen“ (Teil II)

 

Der Titel „Old Dear Skibbereen“ meines Picturebook über Skibbereen kommt von einem alten irischen Volkslied, dass sich später zu einem Freiheitslied im irischen Unabhängigkeitskampf entwickelt hat. Dieser Song kommt nicht von ungefähr. Orte wie Skibbereen und Schull (County Cork) waren lange Zeit Synonyme für die gewaltige Grausamkeit mit der die Hungersnot zwischen 1845 und 1850 gewütet hat. Menschen krochen aus den umliegenden Gegenden zur Stadt, nur um dort an der Tür des örtlichen Workhouses (eine Art Auffangvorrichtung für Bettler) abgewiesen zu werden. Es mussten damals in diesem kleinen Ort über 10’000 Opfer beklagt werden.

‚ father dear, the day will come, when answer to the call
all Irish men of Freedom Stern, will rally one and all
ill be the man to lead the band, beneath the flag of green
loud and clear, well raise a cheer, remember Skibbereen

Fast 170 Jahre später erinnert nicht mehr viel daran. Und doch hat man das Gefühl hier im Ort weht dieser Song immer noch leise durch die Gassen.

Für den zweiten Teil meines Bilderbuches „Dear Old Skibbereen“ habe ich die „vergessenen Ecken“ in dieser kleinen Stadt, von denen es doch einige gibt, aufgespürt. Der graue Herbsttag verstärkte die Tristesse dieser Orte.

Teil 1 des Picturebook „Dear Old Skibbereen“ findest Du hier

Dear Old Skibbereen (II)

Bilder Herbst 2017

 

Nachtrag:

Für mich die schönste Version des Freiheitsliedes „Dear Old Skibbereen“ kommt von Sinead O’Connor, einfach mal rein hören:

Verfasst von

Michael’s Beers & Beans – Stories and Photos posted by Michael Schneider – ideas brewed with water of the Rhine. (Blogging for Fun / Non-Commercial) Zurich & Lake Constance

2 Kommentare zu „Picturebook „Dear Old Skibbereen“ (Teil II)

  1. Schön, im zweiten Teil jetzt diese andere Seite von Skibbereen zu entdecken. (Das Freitheitslied habe ich mir gerade während des Betrachtens deiner Fotos angehört, Michael. Wunderbar …)
    Mir gefällt auch diese Skulptur von James Goodman (bzw. ihm zu Ehren). Da fühle ich mich doch gleich zurückversetzt in alte Zeiten. Wusstest, dass er nicht nur Lieder sammelte und notierte, sonder damals während seiner Tätigkeit als „Canon“ oft vor dem Pfarrhaus saß und für die Leute auf dem traditionellen irischen Dudelsack spielte? Es wirkt fast so, als hielte er diese „Uilleann Pipes“ auch hier bei der Bronze.
    Interessante Eindrücke und Details aus dem Süden Irlands! Hat mir wieder gut gefallen.

    LG Michèle

    Gefällt 1 Person

    1. Dia dhuit Michèle, ja in Skibbereen fangen einem die „alten irischen Zeiten“ wirklich noch etwas ein. Und James Goodman mit seiner Uilleann Pipe sitzt immer noch alleine in seiner Ecke, heute etwas vergessener als früher. Gerne stelle ich mir vor wie Goodman vor dem Pfarrhaus auf diesem Instrument spielte. Die Uilleann Pipe, also der irische Dudelsack wird heute noch in der traditionellen Folkmusic gerne gespielt. Auch junge, moderne Folkbands wie Lunasa setzen dieses Instrument gekonnt ein. Im Gegensatz zu den schottischen Dudelsäcken hört sich die Uilleann Pipe eher zart, weich und melancholisch an. Ich mag dieses Instrument, wenn es zum Beispiel von Musiker wie John Skelton oder der leider dieses Jahr verstorbene Liam O’Flynn gespielt wurde – keine andere Musik symbolisiert für mich derart die Melancholie, die manchmal über diesem Land liegt. Und hätte auch gut zu den Bildern gepasst. Ganz liebe Grüsse und Slán Michael

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